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Vom Teilen. Weil das gut fürs Karma ist. Und den Kreativen.

31.05.2016

Ein offenes Wort sei mir erlaubt:

Was mir im Bezug aufs Bloggen und Social Media immer wieder auffällt ist, dass Beiträge von Bloggern zwar oft geliked und manchmal kommentiert werden, jedoch fast nie geteilt. Also: In der eigenen Chronik oder im Twitter-Feed verlinkt.

Es geht ums Jauchzen und Jubilieren

Disclaimer: Dies ist keine Anbiederung und kein Aufruf jeden Rotz zu teilen. Wenn Euch was nicht gefällt, dann ignoriert es, kritisiert es, missachtet es. Das ist nicht nur Euer Recht sondern Eure Pflicht. Denn Lob ist wichtig, aber nur Kritik bringt uns weiter. Es geht hier ausschließlich um die Dinge, die Euch begegnen und die euch jauchzen und jubilieren lassen.

Ich würde gerne glauben, dass den Lesern von Blogs und Zuschauern von Vlogs das Konzept des “Teilens” oder “Twitterns” von Beiträgen nicht geläufig. Das würde erklären, weshalb sie mit ihren Meinungen und Gefühlen mittels Funktionen wie “Like” und “Favorisieren” und dem Inline-Kommentieren innerhalb der umzäunten Sphären des jeweiligen Netzwerks wie Facebook oder Twitter bleiben.

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Ihr wisst wie es geht

Aber auf der anderen Seite der Like-Medaille werden News und Filmtrailer und Memes verlinkt, als ginge es um das Überleben von Mark Zuckerberg. Natürlich ist es völlig verständlich, dass große Katastrophen und Ereignisse und der Tod des liebsten Künstlers größere Schatten werfen und lauter ausgerufen werden müssen. Konsens. Unser aller liebster Internet-Iro Sascha Lobo hat das vor einiger Zeit wunderbar in seiner SPON-Kolumne anlässlich des Tods eines Prominenten erwähnt:

Und mit einem Schlag wird klar: Sieht man von den Witwenschüttlern ab, die schon im 20. Jahrhundert den ethischen Bodensatz der Öffentlichkeit darstellten – dann gibt es kein richtiges oder falsches Trauern im Netz. Jede zur Schau gestellte Erschütterung, jeder schlechte Scherz, jeder ernsthafte Versuch, sich nachrichtlich der Katastrophe zu nähern, hat seine Berechtigung, ebenso wie die Reaktionen darauf.

Sascha Lobo, Die verlogene Wut beim Posten, Spiegel Online

Teilt das alles: Eure Bestürzung, eure Verwunderung, eure Freude. That’s what Facebook & Co. are for. Herzchen und so.

Was aber damit bewiesen ist:  Die notwendigen Mechaniken bezügliche des Teilens und Twitterns sind bekannt und werden beherrscht. Das ist gut. Und was es so einfach macht: Der “Teilen”-Button oder der Retweet ist oft nur einen Klick entfernt.

Der Wunschzettel-Moment – belohnt uns (und Euch) mit Reichweite

Was ich mir aber wünsche* ist, dass ihr, meine, unsere Leser und Zuschauer, nicht nur die lautesten Trailer und boulevardesksten News verlinkt, sondern auch uns Alltags-Blogger durch die Netze verteilt. Lasst eure Freunde, Kollegen und Omis im wahrsten Sinne teilhaben an euren Gedanken über unsere Beiträge. Die freuen sich vielleicht über tollen und interessanten Content und wir Kreativunternehmer über Reichweite. Entlohnt uns mit Liebe. Ihr wisst schon: Win, Win, Hurra – und so.

Tipp: Wenn ihr neben dem “Teilen” auch noch ein paar Zeilen dazu schreibt, erzeugt das in der Mechanik von z. B. Facebook mehr Relevanz und euer Beitrag wird wahrscheinlicher bei euren Kontakten gelistet, als wenn ihr es kommentarlos teilt. Doch selbst das Teilen ohne Anmerkung hilft natürlich.

Ich bin mir sicher, dass viele andere Blogger und Kreative, die ihr Schaffen im Netz publizieren, das ähnlich sehen.

Nutzt mehr als das “Gefällt mir”, die Herzchen und Tränen und Sterne und die Kommentarfunktion unter unserem Link auf Facebook.

Teilt uns!

Ich würde mich dreieckig freuen, wenn das klappt.

(* wünschen kann man sich alles, sagt meine Mutter immer. Deshalb traue ich mich das.)

Foto: Elaine Casap, unsplash.com

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