Instagram LinkedIn

Was ich mir von Verlagen wünsche

07.07.2010

Im Blog von Benjamin Birkenhake ist aktuell eine rege Diskussion rund ums E-Book und E-Book-Reader aka iPad entfacht. Dadurch kam ich ins Grübeln, was ich mir denn vom neuen Medium „E-Book“ unter anderem wünsche und möchte deshalb meinen eigenen Kommentar auf anmutunddemut.de zitieren:

Ich wünsche mir, dass die Verlage die Chance begreifen, Texte anders als in einem Buch zu verkaufen. Andy Ypsilon von den Fanta 4 hat schon vor Jahren gesagt, dass hinsichtlich Musik das klassische Album prinzipiell seine Bedeutung verloren hatte. War es früher einfach nicht sinnvoll, jedes Lied einzeln an den Markt zu bringen, sondern erst einmal Material zu sammeln und diese dann gebündelt zu verkaufen, so war es „plötzlich“ möglich, einen Song dann zu verkaufen, wenn er fertig war. Dass dennoch das alte Album/Single-Konzept im Großen und Ganzen beibehalten ist, liegt wohl an der Behäbigkeit der Industrie.

Für den Buchsektor wünsche ich mir Micropayment-Distribution. Sprich: Ich z. B. als Slammer kann meine Texte einzeln anbieten. Für kleines Geld. Gerne auch als Bundle („Buch“). Aber eben auch einzeln. Und nicht mit Flattr, sondern mit richtigem Geld, „Face to Face“ mit dem Konsumenten.

Das will ich. Zum Beispiel. Und hier beginnt die Geschichte des elektronischen kommerziellen Textes. Aber wieso sollten die Buchverlage hier mehr begreifen, als die Zeitungsverlage, die noch immer versuchen uns ganze Zeitungen und Magazine zu verkaufen. Wieso kann ich nicht einfach den Kultur-Teil einer Sonntagszeitung kaufen, sondern muss auch für den Immobilien-Teil mitzahlen, der mich nicht nur nicht interessiert, sondern auch noch ungelesen in den Mülleimer wandert und dadurch Papier und Ressourcen sinnlos verschwendet.

Einverstanden?

More Blogposts:

Das Leben als Kreativunternehmer – zu Gast bei Vitali Brikmann

Ich durfte Gast sein im Podcast des Bielefelder Kreativen und Fotografen Vitali Brikmann. Wir reden über das Leben als Kreativunternehmer, die besten Frauen der Welt und wie man nicht zeichnen lernt.

Zaubersprüche

„Was hat es mit dem Zauberspruch auf sich?“ fragte jemand auf Instagram. Und weil Instagram manchmal zu klein für Antworten ist, hier eine in etwas länger.

Tausche deinen Tellerrand gegen mein Buch

Auf Instagram hatte ich es bereits angekündigt: Ich habe eine tolle Idee, wie ich die letzten wenigen gedruckten Exemplare meines Buchs „Du gehst da raus und alles wird zu Gold.“ loswerden möchte.

Goodbye, Facebook. Das war super.

In Schnittmengen leben. Vom kreativen Umgang mit dem Social-Media-Brainfuck

Die Experten sind sich einig: Das ständige Beobachten der Leben anderer und das Vergleichen mit diesen durch ungehemmten Konsum von vor allem sozialen Medien, führt über kurz oder lang zu mindestens schlechter Laune. Vielleicht sogar in depressive Episoden bis hin zur ausgewachsenen Depression. Aus ganz einfachen Gründen.

Jetzt neu: Markus Freise – der Podcast

Für alle lesefaulen unter euch die dennoch Blog-Posts über inspiriertes und inspirierendes Leben nicht verpassen möchten: Es gibt jetzt einen Podcast. Sozusagen ein Hör-Blog. Alle Infos dazu in diesem Blog-Beitrag.

Stop! Before you #deletefacebook lies das hier:

Mein kleiner News-Sabbatical

„Das Besondere“ – eine Antwort an Volker Strübing

10 Jahre dieses Liebeslied für die eine

Wann es sinnvoll ist, seine Kreativität auszuleben. (Immer.)

Make it count.