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Das LEGO-Experiment

27.11.2012

Ich habe kürzlich eine sehr interessante Beobachtung in mir gemacht: Mit LEGO bauen beruhigt mich ungemein und ermöglicht meinen Gedanken einen ungestörten Fluss. Ich will es nicht „meditativ“ nennen, aber ja: Sowas.

Nun beobachte ich schon seit geraumer Zeit konträr dazu, dass mich das reine Prokrastinieren am Rechner, bestehend aus News-Seiten lesen, Facebook, Twitter und sowas unfassbar unruhig macht. Für mich habe ich da den Begriff „Internet-Zapping“ geprägt: Man hat die eine Seite noch nicht zuende geladen, da steht die nächste schon wieder an. Da kann ein Nervensystem nur irgendwann kapitulieren.

Ist ersterer Zustand dringend erforderlich um kreativ arbeiten zu können, ist der letztere der Kreativität Todfeind, reißt er doch alles an Aufmerksamkeit und Hirnleistung an sich, wie ein gieriges Einzelkind den Wackelpudding.

Lego 5932 to the rescue

Also habe ich folgendes getan: Eben in der Stadt habe ich mir den LEGO-Kasten 5932 gekauft. Kein STAR WARS-Lego oder sonstiges Gedöns (ICH WILL DEN X-WING), das mehr ein Modellbausatz ist, den man einmal zusammenbaut und fertig. Nein, richtiges klassisches LEGO mit Klötzen und Türen und Rädern und Männchen.

Ich will mich nun mühen nun immer dann, wenn Kreativleistung gefragt ist oder ich bemerke mich im Prokrastinieren nicht mehr zu amüsieren sondern zu verlieren, meinen kleinen Karton heranzuholen und ein wenig was kleines zu bauen und mich zu freuen.

Das Ganze ist übrigens ein Experiment und keine Erkenntnis, dennoch zur Nachahmung ermunternd.

Ich freue mich drauf und werde vielleicht berichten.

Sicherlich wird die eine oder andere Kreation auf Facebook landen.

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