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"Comics are better than sandwiches"

09.04.2010

Als ich kürzlich mit jemandem über meine Comic-Ambitionen sprach und ich das böse Wort “Hobby” in den Mund nahm, meinte meine Gesprächspartnerin, das Wort “Hobby” wäre wohl sehr unpassend. Nach allem, was ich gesagt hatte und wie ich es sagte, sollten wir besser den Begriff “Herzensangelegenheit” nutzen. Das tue ich seitdem. “Comics” – und vor allem das “machen” – sind nämlich seit gut einem Jahr und davor im Prinzip mein Leben lang – inklusive einer 10-jährigen Pause – das große Ding, das noch getan werden muss.

Dazu gibt es keinen Kompromiss und Dank eines gut laufenden Day-Time-Jobs, der mich nach hinten absichert, und einer Familie mit maximalem Support, auch keine Ausrede. So tobe ich mich in meiner freien Zeit deutlich weniger auf Nerd-Seiten herum, die iPhone OS 4.0-Keynote habe ich nur nebenher verfolgt und der Rechner bleibt abends mittlerweile sehr häufig aus oder wird nur zum Scannen eingeschaltet. Stattdessen steckt mein iPhone in einem Booster und Mumford & Sons jabbeln ihre schönen Lieder, während mein Faber Castell Ecco seine Bahnen über mein Canson “Illustration”-Papier zieht. Das kann wirklich kein “Hobby” mehr sein. Das fühlt sich dazu zu komplex fantastisch an.

Das ich mit diesem Gefühl und mit dem steten Willen, eine Geschichte zu erzählen, nicht alleine bin, wurde mir auch klar, als ich den Trailer zu “Cartoon College” gesehen habe. “Cartoon College” wird eine Dokumentation über Comics und in erster Linie über das “The Center for Cartoon Studies” in Vermont. Oder besser gesagt: Soll werden. Denn die Macher des Films – Tara Wray und Josh Melrod – haben nach dem ersten Rohschnitt festgestellt: Das kann nur der Anfang sein, wenn sie an dieser Stelle am Ball bleiben könnte ihr Film eine intensive Dokumentation über den “Status Quo” zeitgenössischer Comics werden. Leider standen sie an einem Punkt, an dem viele stehen, die ein großes Ziel haben: Ihre Kasse war leer.

“Cartoon College” auf kickstarter.com

Und so präsentierten Sie ihr Projekt auf der Website www.kickstarter.com, mittels der Projekte Geld von der Internet-Gemeinde sammeln können. Im Gegenzug bekommt der Spender – je nach Höhe der Spende – einen Benefit. Das tolle ist: Die Projekt-Verantwortlichen setzen auf Kickstarter ein Limit an Geld, dass sie mindestens brauchen, um ihr Projekt in Gang zu bringen. Und zwar innerhalb eines selbst gesetzten Zeitrahmens. Im Fall von “Cartoon College” waren das 5.000 Dollar in 90 Tagen. Erst, wenn dieses Ziel an Spenden-Bereitschaft in der entsprechenden Zeit erreicht ist, wird auch Geld von den Spendern eingezogen. Andernfalls wird alles gecanceled und der Spender behält sein Geld. Sehr fair, wie ich finde und auch ein Zeichen, dass die Mitarbeit an diesem Ding “Internet” (siehe Daytime-Job) auch eine Super-Sache ist. Manchmal bräuchte man doch zwei Leben. Seufz.

Ich habe mich jedenfalls bereit erklärt, 10 Dollar für “Cartoon College” zu spenden. Weil ich diesen Film einfach sehen will. Das Geld ist dann wohl auch „weg“, da die Grenze von 5.000,00 Dollar innerhalb von nur einer Woche erreicht war. Ich bekomme für meine 10 Dollar jetzt Zugriff auf den Flickr-Stream des Films sowie einen 8-seitigen Comic zum Projekt.

Die beiden haben die neue Grenze für Ihr Projekt nun hochgesetzt auf 15.000,00 Dollar. Wenn für Dich also Comics mehr sind als “Fix & Foxi” und “YPS!” – eben eine Herzensangelegenheit – dann klick schnell auf das Banner rechts und spende für ein tolles Projekt.

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