Am Ende des Sommers vom

Am Ende des Sommers

Was war das denn bitte für ein Sommer? Er kam völlig unerwartet und blieb dann ewig. Wie ein guter Freund, der abends klingelt. Eigentlich wollte man ja endlich den Schrank im Flur aufräumen.

Natürlich bittet man ihn hinein. Zuerst weiß man nicht so recht. Wegen des Schranks. Das muss doch gemacht werden. Die Ordnung.

Aber dann kommt man doch ins Gespräch. Zuerst im Flur. Bald sitzt man zu zweit in der Küche. Erzählt sich alte Geschichten. Und neue. Über einige lacht man. Über andere schweigt man. Auf diese schöne Art in der man nur mit alten Freunden schweigen kann.

Zwischendrin geht man zur Tanke und holt noch Bier und Chips. Denn das wird hier noch länger dauern. Weil sich das endlich mal wieder richtig anfühlt. Ehrlich. So die ganze Nacht.

In der man auf die verrücktesten Ideen kommt. Wo man mal hinfahren könnte. Und wie. Womit. Wen man mal anrufen sollte. Ja, jetzt um 3 Uhr 24. Was man mal gemeinsam auf die Beine stellen sollte. Nicht sofort. Aber gleich. Lauter verrückte Ideen. Niemand kommt auf die Idee, den Schrank im Flur doch endlich aufzuräumen. Denn der Schrank wird auch am Tag drauf noch da sein. Oder übermorgen.

Aber so ein Freund, der kommt und geht. Man weiß nie, wann der mal wieder vorbeischaut. Ob überhaupt. Das kann Jahre dauern. In denen man von den alten Geschichten zehren muss. Und den neuen. Die dann irgendwann alte werden.

Der Schrank? Dem ist das egal. Der ist aus Plastikholz. Der ist nach dieser ganzen Zeit so frisch wie er damals war, als du ihn mit dem Imbus zusammengekloppt hast. Der läuft dir nicht mehr weg. Nur die Zeit, die läuft dir weg wenn du nicht aufpasst in diesem „Fangen spielen“ des Lebens.

Verstehste? So ist das mit diesem Leben.

Später dann, wenn man sich dann doch dem Schrank zuwendet, dann hält man manchmal kurz inne. Denkt an die vergangenen Stunden mit dem Freund. Lächelt leicht. So dass man es vielleicht gar nicht sieht.

Aber noch immer ist da diese Wärme. Und du weißt, das ist wie der Schrank. Das geht nicht mehr weg. Das ist in Ordnung.

So war das mit diesem Sommer. So ist das jetzt. Ich blogge nun weiter.

Hoffe, ihr hattet einen so tollen Sommer wie ich.

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