Handwerkerpause vom

Handwerkerpause

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Mir hat sich soeben die totale Eskalation des Mikrourlaubs offenbart:

Die Handwerkerpause.

Hintergrund ist, dass in dem Gebäude in dem sich unser Büro befindet, aktuell der zweite Flügel ausgebaut wird. Da wir dort neue Räume (Ja: Plural) beziehen werden, schaue ich dann und wann mal vorbei, wie es so ausschaut. Aus reiner Neugier. Nun bin ich gerade eben in besagte Pause der Handwerker gestoßen: Da saßen eine Handvoll erwachsener Männer herum. Einige hatten Kaffeetassen in der Hand, andere eine Stulle, manche beides. Sonst nichts. Es war kalt und Baustaub lag in der Luft. Das Licht war neongrün. Die Wände grau. Und niemand sagte ein Wort. Es war ein Bild totaler Stille und absoluten Friedens. Das sage ich ohne jeden Zynismus und ohne Häme.

Ging es beim Mikrourlaub noch darum, etwas gezieltes zu tun, geht es bei der Handwerkerpause nun darum genau gar nichts zu tun – außer evtl. Kaffee und Stulle zu sich zu nehmen*. Nicht daddeln. Nicht reden. Und niemand anderen anschauen. Hinzu kommt übrigens noch, auch das habe ich in den vergangenen Wochen beobachtet, dass Handwerker immer exakt zur gleichen Zeit Pause machen. Zuerst habe ich gedacht: Wie sehr muss man seinen Job hassen, wenn man ihn unterbricht, nur weil die Uhrzeit einem das sagt – ganz gleich, wie sehr man gerade im Flow ist. Aber dann wurde mir klar, wie diszipliniert das eigentlich ist. Und wie wichtig und richtig.

Großartig.

Ich glaube, die Handwerkerpause wird mein neues Mantra. Wann ist es endlich Montag, 9 Uhr 30?

Einen lauwarmen Kaffee aus der Thermoskanne auf das Handwerk!

*) Wahlweise je nach Generation auch eine quartzen.

(Foto: Flickr – alles banane)

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