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Eine Enttäuschung names “Krautreporter”

Die Idee war von Anfang an großartig und als Crowdfunding-Fanboy konnte ich natürlich nicht anders, als damals die Funding-Kampagne der Krautreporter zu unterstützen. Wollten sie doch nichts anderes, als den Journalismus retten. Nun bin ich nicht Journalismus-Ultra genug, um zu beurteilen, ob das im Grunde überhaupt notwendig ist oder ob der Journalismus nicht auch einfach einem ständigen Wandel unterliegt.

Rosebud

Nichtsdestotrotz habe ich dann eine Mitgliedschaft gebucht. Eben aus dem Gefühl heraus, damit etwas für den Journalismus wichtiges zu unterstützen. Vielleicht schien auch gerade die Sonne durchs Fenster. Keine Ahnung.

Dennoch erwartete ich natürlich für mein Geld schon etwas revolutionäres. Eine Plattform für Leser, die SPIEGEL ONLINE und Co. mal zeigen würde, wo der Rosebud begraben liegt.

Spoiler: Das Ergebnis war ernüchternd und erinnert in seiner Konsequenz eher an ein komplexes Blog, aufgesetzt auf einem besseren Elma-Theme, als denn an den journalistischen Phönix aus der Asche. Ich habe, glaube ich, keinen Artikel wirklich gelesen. Einfach, weil die Präsentation so langweilig ist. Zugegeben: Unter der Haube und technisch gesehen ist das alles sehr sauber. Ein paar nette Ideen stecken drin, aber mehr auch nicht. Ich bin mir sicher, die Krautreporter wären in der Dotcom-Blase Anfang der 2000er bestens aufgehoben gewesen. Da hätten sie bestimmt tolle Hauptstadt-Parties gefeiert. Heute sind sie nur ein kurzes Funkeln und dann bald wieder vergessen. Ich frage mich eigentlich die ganze Zeit, für wen die das gebaut haben und ich werde das Gefühl nicht los, dass die aus Dotcom-Ermangelung einfach eine eigene Blase gezaubert haben.

Nach meiner Meinung, hat Medium das deutlich besser hinbekommen. Sicher, ein anderes Konzept. Aber dennoch glaubt man dort eher daran, dass so der Journalismus der Zukunft aussehen könnte. Geschichten aus dem Schwarm, unprätentiös aber ansprechend wiedergegeben. Dort schaue ich gerne vorbei und lese. Und ich denke, das sollte guter Journalismus in erster Linie liefern: Den Wunsch des Lesers, das zu lesen, was geschrieben wurde.

Alles andere ist Elfenbeinturm.

Diese Sichtweise könnte man jetzt etwas oberflächlich abtun, da ich mich ja gar nicht damit befasse, ob die Krautreporter hier nun das journalistische Handwerk an sich besser angehen, als ihre Kollegen. Natürlich: Don’t judge a book by it’s cover. Doch nach meiner Auffassung muss ich das eben auch nicht tun. Ich bin hier Konsument. Und was mir hier geliefert wird, regt mich nicht zum konsumieren an. So einfach mache ich mir das.

Den journalistischen Aspekt hat jedoch der Journalist Marc Wickel in dem lesenswerten und überzeugenden Post Kraut von Rüben sortiert – Krautreporter durchgezählt betrachet.

Meine Mitgliedschaft werde ich nicht verlängern.

P.S. Und für das Konzept “Crowdfunding” ist das auch keine wirklich gute Werbung. Schade.

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