Wacom Cintiq 13HD – erste Gedanken vom

Wacom Cintiq 13HD – erste Gedanken

Heute morgen trudelte die Ankündigung des Wacom Cintiq 13HD rein. Ein Grafiktablett mit Display im Format 13 Zoll und mit 899,00 Euro sogar – relativ zu den großen Geräten – erschwinglich. Da kocht schnell mal das Illustratoren-Adrenalin hoch.

Nachdem alle aktuelle Tabletts keine für Illustratoren zufriedenstellende Stifteingabe ermöglichen, scheint das Gerät von Wacom auf den ersten Blick ein Gamechanger zu sein. Denn wenn der führende Zeichentabletthersteller ein kompaktes Gerät mit Display auf den Markt bringt, hofft man auf die Schließung dieser Lücke. Endlich ein Tablett für Illustratoren. Aber nur kurz. Denn natürlich wird Wacom nicht so wahnsinnig sein, und neben Apple, Microsoft, Samsung und Co. auch noch irgendeinen Krümel vom Tablettmarkt haben zu wollen. Zumal 13″ ja auch nicht wirklich Tablettmaße sind. Das 13″ bleibt also ein “Monitor mit Stifteingabe”, aber durch sein relativ zu den großen Schwester-Modellen kleines Maß doch irgendwie “mobil”.

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Foto © Wacom

Demnach wäre dieses Gerät bei diesem Preis für einen Illustrator wie mich, für den Illustration nur eines von drei Tätigkeitsfeldern neben Design und Internet ist und der mal hier und mal dort arbeitet, eigentlich ein Pflichtkauf.

No touch, no buy … Fragzeichen?

Was mich jedoch tatsächlich enttäuscht ist, dass das Wacom Cintiq 13HD kein Touch-Display besitzt. Sämtliche Eingaben erfolgen über den Stift. Das wertet das Gerät.  erst einmal ab.

Sicherlich ist ein Monitor mit 13″ und einer Full-HD-Auflösung von 1920 x 1080 Pixel so dicht, dass eine vernünftige, ausschließliche Touchbedienung aller Bedienelemente, vom Button bis zum Slider, nicht möglich ist. Dazu: Im folgenden mal verdeutlicht, wie viel kleiner die Elemente bei gleicher Auflösung von 1920 x 1080 im Vergleich zu einem 24″-Zoll Display, wie zum Beispiel beim Cintiq 24HD Touch sind  (Fun Fact: Das 24HD hat nicht 1080 sondern 1200 Zeilen). Bei nur 61% der Displaygröße ist das schon recht mickrig und macht das Antippen von Buttons etc. wohl schwierig bis unmöglich. Eine Falle, über die alle Touchdisplays gestolpert sind, die kein proprietäres Betriebssystem mitgebracht haben, sondern auf Standard-Desktop-OS aufgebaut hatten. Erst Apple hat mit iOS gezeigt, dass Touch-Bedienung auch neue Bedienkonzepte erfordert.

1324zoll

Dennoch: Im Zusammenspiel mit der Zielgruppen-Software wie Photoshop oder Manga Studio stelle ich es mir sehr praktisch vor, mittels Multi-Touch das Bedienerlebnis zu verbesseren. Pinchen, rotieren und so weiter. Das alles soll also weiter über eine Kombination von Tastaureingaben und Stiftnutzung erfolgen. Schade, Wacom.

Das alles meckere ich an, ohne das Gerät jemals in Echt gesehen zu haben. Deshalb schließe ich mein “Preview” hier ab und freue mich drauf, das Ding beizeiten mal antesten zu können.

Deine Meinung dazu? Ich freue mich auf Deinen Kommentar hier im Blog. Siehe unten.

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