Usability im Alltag: Der Küchenschrank vom

Usability im Alltag: Der Küchenschrank

Dies ist der zweite Artikel meiner losen Reihe „Usability im Alltag“ (Hier geht es zum ersten Artikel), in der ich Usability-Aspekte von Software an Hand von Beobachtungen im Alltag veranschaulichen möchte.

Der Küchenschrank

Seit gut einem Jahr bin ich jetzt Teil der Büro-Gemeinschaft in der Weststraße 48. Das ist toll. Auch, weil das Ambiente hier so schön und inspirierend ist.

Wie zum Beispiel unsere hübsche Küchenzeile:

Als ich zu Anfang Teller suchte, habe ich alle Schränke geöffnet und dabei fiel mir auf, dass diese SEHR hoch sind und dass man ohne Leiter oder Tritt wohl kaum an die oberen Regale kommt.

Hier:

Da dachte ich zuerst: Wer denkt sich denn so einen Blödsinn aus?

Das hat doch eine Usability von Null.

Um es kurz zu machen: Irgendwann kam ich erstens dahinter, dass die Teller rechts neben der Spülmaschine sind und dass das Gegenteil der Fall ist. Denn hier wird Raum perfekt genutzt. Aufgrund der Gebäudearchitektur – ein altes Industriegebäude – sind die die Räume sehr hoch. Hätte man die Schränke normal gebaut, wäre der Raum bis zur Decke ungenutzt geblieben. Nun aber kann man dort oben Dinge unterbringen, die man eher selten braucht. Ein wenig Mühe in Form des Heranschaffens eines Tritts annehmend, kommt man so schneller an Sachen, die man sonst in ganz anderen Räumen oder gar im Keller unterbringen müsste, als weit von dort, wo sie hingehören.

Was hat das mit dem Internet zu tun?

Projiziert auf Software und im speziellen das Internets kam ich bald drauf, dass dies die Entsprechung des Scrollens ist. Vor einiger Zeit gab es Verfechter der Idee, dass Scrollen auf Internet-Seiten in jeder Hinsicht vermieden werden soll. Besser war es, Inhalte auf verschiedene Seiten zu verteilen. Ich habe das schon immer für falsch gehalten. Seit jeher gehört das Scrollen zu den Disziplinen, die jeder Internet-Nutzer beherrscht. Es gibt genug Untersuchungen, die belegen, dass dies der Fall ist.

Was man nun tun kann ist, die wichtigen Dinge im sichtbaren Bereich unterzubringen und weniger wichtiger Dinge in dem Bereich, der nur per Scrollen zu erreichen ist. Das geht meist schneller von der Hand, als sie auf Unterseiten zu „verstecken“, sie bleiben in ihrem Kontext.

Richtig eingesetzt führt dies zu einer verbesserten Usability und damit automatisch zu einer schnelleren Conversion.

Gerne schaue ich mir ihre bestehende Website an und berate Sie dabei, wie auch Sie das für sich nutzen können.

Ich freue mich auf Ihre E-Mail.

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