Micha-El Goehre wird 10. vom

Micha-El Goehre wird 10.

Im Vorwort meines Buches erwähne ich, dass der Poetry Slam zu den Erlebnissen meines Lebens gehört, die dieses auf einen Schlag nachhaltig verändert haben. Das ist natürlich so alleine für sich gesehen Blödsinn.

Ein Slam ist eine Veranstaltung, fünf Minuten Wortsport, die flott daher kommen und ebenso schnell wieder gehen. Da ist wenig Raum für Bedeutung und Kharmagewirbel. Gefragt, was denn den Slam so besonders macht, was es war, das alles verändert hat, dann ist die Antwort einfach: Es sind die Menschen, die Slam machen, diese Bande von Kreativen und Lebenskünstlern, die sich selbst „Slamily“ nennen. „Slamily“ das ist ein Wort, in dem „Slam“ und „Familie“ in Koexistenz versuchen, ein Phänomen zu greifen, dass genau das ausmacht: Wie eine Familie treffen sich auf Slams wahllos zusammengewürfelte Menschen, die etwas eint. Die Freude am Erzählen, vor allem daran, anderen zu erzählen, einfach aus sich heraus. Ohne Verträge, Allüren oder Elfenbeintürmen. Nur mit ein bisschen Wettbewerb, damit Schwung in der Kiste bleibt.

Einer dieser Menschen und der erste Slammer, dessen Bühnenpräsenz mir im Winter 2002 auffiel, feiert heute Abend sein 10jähriges Bühnenjubiläum. Micha-El Goehre hatte im Oktober vor 10 Jahren seine Premiere beim Bunkerslam in Bielefeld. Ich weiß nicht, wie er sich damals exakt gefühlt hat, aber ich bin mir sicher, es muss so ähnlich gewesen sein, wie ich es nach meinem ersten Auftritt, damals, vier Monate später bloggte „ROCK DIE SCHEISSE! ROCK DIE SCHEISSE!“. Auf einmal war alles anders für ihn.

Wir haben danach unzählige gemeinsame Auftritte gehabt, Micha-El war der erste, der mich einlud auf Slams und Lesebühnen anderswo als im Bunker. Ich erinnere mich an Auftritte im Movie oder im Falkendom. Gemeinsam machten wir erste Auswärtserfahrungen beim Late Night Lesen in der Cafete in Marburg. Wir waren zusammen mit Eric Pfennig und Mischa Vérollet der WORTPALAST und später mit Ralph Ruthe und Vérollet West Side Stories und ab Dezember mit Andreas Weber eine Lesebühne noch ohne Namen und alles aufzuzählen was noch kommt und kam, ach ne, dann würde ich Weihnachten und Ostern verpassen.

Ich weiß nicht, ob wir jetzt „Familie“ sind. Jedenfalls sind wir Freunde geworden und ein guter Freund, ein guter Freund, der ist das beste, was es gibt auf der Welt – sang schon der Rühmann Heinz.

Mir bleibt nur „Danke“ zu sagen. Und das mache ich heute abend.

Jubiläumslesung im Heimat+Hafen

Heute abend, am 9. Oktober 2012, feiert Micha-El Goehre sein 10jähriges Bühnenjubiläum im Heimat+Hafen. Einlass ist ab 19 Uhr, irgendwann später lesen Micha-El und Andy Strauß und Tobias Kunze und ich. Wir lesen nicht nur Michas Texte, sondern Remixe davon, unser eigenes Zeug und werden fürchterlich viel Spaß dabei haben. Habt mit und kommt und lasst uns Micha-El feiern. Ach, lasst uns „DIE SCHEISS ROCKEN“!

(Ich entschuldige mich jetzt schon für meinen Text. Er ist ekelhaft und widerlich. Wirklich. Und er wird Micha-El gefallen.)

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