Tomer Hanuka: Overkill vom

Tomer Hanuka: Overkill

Vor geraumer Zeit habe ich mal einen Beitrag aus dem Comic-Blog „The Realist“ von Asaf Hanuka aus Israel verlinkt – auch, weil ich es für eins der besten Comic-Blogs halte, die mir untergekommen sind. Was ich damals nicht wusste: Asaf Hanuka hat einen ebenso großartigen Bruder: Tomer Hanuka, der sich weniger als Comic-Zeichner und viel mehr als Illustrator einen Namen gemacht hat. (Warum und wie beide Zeichner geworden sind hat Asaf Hanuka übrigens in einem Comic-Blog-Beitrag festgehalten.)

Und dieser Tomer Hanuka hat jetzt ein Buch herausgebracht. Das heißt „Overkill“ und ist auch einer.

Nachdem ich das Buch ausgepackt und einmal durchgeblättert hatte, habe ich es direkt erst einmal so weggelegt, dass die Kinder nicht dran kommen. Das ist schon hartes Zeug, was der Tomer Hanuka da zeichnet. Aber gutes hartes Zeug.

Tomer Hanuka macht hartes Zeug

Zwei Dinge, die ich an Tomer Hanukas Illustrationen besonders mag sind zum einen sein Gespür für Farbkompositionen und zum anderen die unfassbare Dynamik, die dem Bildaufbau entspringt. Zudem strotzen die Bilder vor Details. So schafft Tomer Hanuka oft mit einem Bild, wozu andere ganze Strips benötigen.

Ein Beispiel: Sein Bild „Encounter on Dagobah“ erzählt das ganze Drama, das Luke Skywalker auf Dagobah erleben musste und transportiert den Sohn/Vater/Mentor-Konflikt gleich mit. Bravo.

Noch ein Beispiel: Sein Irak-Bild – hier ganz unten – zeigt uns den Irak-Konflikt von innen und setzt uns in eine Beobachtungsposition, die wir sonst nie einnehmen könnte.

Kein Wunder, dass er mittlerweile in renommierten Publikationen wie dem „New Yorker“ , „Rolling Stone“ oder dem „Time Magazine“ zu finden ist.

Tomer Hanukas Zeichenstil

Ohne es zu wissen, müsste ich mich schwer täuschen, wenn ich behaupte, dass Tomer Hanuka direkt digital ohne einen analogen Umweg zeichnet. Sein Strich ist dabei so frisch, wie ein digitaler Strich das sein kann, der einen klassischen Tusche- oder Pinselstrich simulieren möchte. Die Kolorierungen entstammen ebenfalls dem Computer, könnten deshalb an der einen oder anderen Stelle technisch gesehen etwas fließender sein, sind aber prinzipiell passend. Und sind, wie erwähnt, in der eigentlichen Farbpalette jeweils unglaublich stimming.

Das Buch selbst ist ein schönes Hardcover im A4-Überformat, dass schwer und wertig in der Hand liegt und mit einem sehr liebevollen Textileinband mit Folienprägung macht es im Regal auch was her – sollte nur eben nicht in Reichweite der Kinder stehen. Denn neben den hier gezeigten Bildern gibt es noch einige, die sind „ab 18“.

Tomer Hanukas „Overkill“ ist definitiv eine Kaufempfehlung und wenn Du es über die Box rechts bestellst verdiene ich dank Amazon dran mit. Super.

Hier ein paar Beispiele aus „Overkill“ von Tomer Hanuka

Wie immer sehen die auf Papier und in groß fünfundfünfzigmal so großartig aus.

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