Straws – meine erste Graphic Novel aus den 1990ern vom

Straws – meine erste Graphic Novel aus den 1990ern

Wären mir nicht einige Dinge wie das Leben dazwischengekommen, hätte es vielleicht nicht bis 2016 dauern müssen, bis ich mit Großväterland meine erste vollformatige* Graphic Novel veröffentlichen können.

Denn schon in den 1990ern wollte ich das unbedingt tun und habe sogar sagenhafte zwei Seiten zu Papier gebracht, die ich hier – unten – erstmals und exklusiv veröffentliche. Die Story hieß „Straws“ und es ging um unerfüllte Liebe.Verdammt, ich war Anfang 20. Eine genauere Handlung, abgesehen von dieser Eröffnungsszene hat es aber nie gegeben. Oder ich habe sie vergessen. Damals habe ich auf jeden Fall viel Marillion gehört. Daher auch der Titel.

Wie gesagt: Dann habe ich erst einmal für zehn Jahre fast gar nicht mehr gezeichnet. Bis ein kleines Mädchen fragt, ob ich ihr eine Pippi Langstrumpf male. Das habe ich gemacht und dann nicht mehr aufgehört. Alleine dafür werde ich meiner Tochter wohl auf ewig dankbar sein, dass sie diesen Markus wieder geweckt hat.

Von Kennedy über Risso zu Freise

Unverkennbar ist der gänzlich andere Stil. Es sollte danach noch gute 25 Jahre dauern, bis ich Eduardo Risso und seinen Strich für mich entdecken sollte. Damals hieß meine große Inspiration Cam Kennedy – wenn überhaupt bekannt durch seinen großartigen Star Wars-Comic Dark Empire – auf Amazon gedruckt leider nur noch gebraucht erhältlich, bei comixology natürlich digital brandneu.

Außerdem ist Straws natürlich noch komplett analog entstanden. Mit Bleistift, Tusche und Aquarell. An Grafiktabletts war damals noch nicht zu denken. Und wenn dann nicht für mich. Das habe ich dann als Tool bei Großväterland und einigen ONE.-Bildern ausprobiert. So richtig geil fand ich das aber nicht. Mir fehlte etwas. Das zufällige des Bleistiftstriches.

Deshalb habe ich nach Veröffentlichung von Großväterland beschlossen, mein Cintiq zu verkaufen und im digitalen nur noch zu kolorieren. Mittlerweile möchte ich behaupten, dadurch meinen eigenen Stil gefunden zu haben. So bin ich weg vom Tuschen mit Finelinern oder – gott behüte – digital und beim „pinken“ mit dem Bleistift gelandet. Dabei sind alle die Annäherungen an die Zeichenstile meiner Vorbilder wie Kennedy oder Risso keine Umwege gewesen, sondern kleine Schritte auf einem langen Weg.

Nun stehe ich da, wo ich stehe und das ist immer noch der beste Ort. Bin gespannt. Wie ich in weiteren 25 Jahren auf meine Arbeiten von heute blicken werde und welche Geschichten unerzählt bleiben.

Danke fürs zuhören und zuschauen in all der Zeit.

Freue mich über Eure Kommentare und Meinungen dazu. Hinterlasst das einfach unter dem Artikel oder quatscht mich drauf an, wenn Ihr mich mal trefft.

*) der „Zauberspruch für Verwundete“ tituliert zwar als Graphic Novel – aber eigentlich ist es mehr ein „Graphic Növelchen“.)

 

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